Clos des Papes, Chateauneuf du Pape

aus dem Rhonetal in Frankreich

Clos des Papes - Chateauneuf du Pape

Im französischen Rhonetal befindet sich im Süden das Weinanbaugebiet Chateauneuf-du-Pape. In der ganzen Welt steht dieser Name für qualitativ hochwertige Weine, vor allem die Rotweine erlangen oft Weltruhm. Im Gegensatz zu den oft überteuerten Weinen aus Bordeaux und Burgund, findet man hier noch öfter einen edlen Tropfen zu vernünftigen Preis.

Angeregt durch einen positiv gestimmten Artikel im Weltweinführer von Slow Food, bestellte ich mir im Versand einen 6er Karton vom roten Chateauneuf-du-Pape vom Weingut Clos des Papes. Nachdem ich die Lieferung erhielt ließ ich den Wein erstmal ein paar Wochen zur Ruhe kommen. Irgendwann überwog aber die Neugier auf das mögliche Geruchs und Geschmackerlebniss.

Kaum angedacht und bald wurde die erste Flasche in freudiger Erwartung entkorkt. Da mir der Wein noch recht jung erschien, hatte ich ihn sicherheitshalber in eine Karaffe dekantiert und eine halbe Stunde atmen lassen. Die dann erreichte Trinktemperatur lag bei 16 Grad.

Nach schwenken des Glases führte ich die fast schwarze Flüssigkeit vorsichtig an mein Riechorgan. Der Duft hatte meine Erwartungen schon übertroffen. Volle süße Frucht von schwarzen Beeren! Aber der Höhepunkt zeigt sich dann erst auf der Zunge wenn eine dichte vollfruchtige schwarze Geschmacksnote die Zunge und den Gaumen umschmeichelt. Der Abgang ist langanhaltend! Ein Traum von einem Rotwein. Vom Erlebnis nicht Bordeaux, nicht Burgund, so muß wohl ein Chateauneuf-du-Pape sein!

Diese tolle Qualität kommt wohl nicht von ungefähr. Schon die französischen Präsidenten Charles de Gaulle und Georges Pompidou zählten diesen Wein zu Ihren Hauswein!

Der jährliche Ertrag liegt bei diesem Spitzenprodukt bei ca. 18hl/ha (Württemberg ca. 110hl/ha). Den Höhepunkt an Geschmacknuancen erreicht dieser Wein meist zwischen 6-12 Jahren (je nach Qualität des Jahrgangs). Er kann aber auch jung schon gut genossen werden. Interessant ist auch das dieser Wein nicht gefiltert wird. Dies verleiht im eine enorme Geschmacksfülle auf Zunge und Gaumen!

In der Zwischenzeit hat leider auch Robert Parker die Qualität des Weines erkannt und vergibt regelmäßig über 90 Punkte. Eine 0,75 Flasche liegt inzwischen preislich bei ca. 25-40 (Stand: 4/2005). Für den Jahrgang 2003 vergibt Robert Parker 96-99 Punkte!

Seit Robert Parker den Wein regelmäßig hoch bewertet ist der Preis leider auch regelmäßig gestiegen. 2007 wird der 2004er pro Flasche für ca. 42 Euro verkauft. Für meinen Geschmack einfach zu teuer. Vor Parker lag eine Flasche bei 10 bis 15 Euro.

Bezugsmöglichkeit: Pinard de Picard

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